Willkommen beim Akademischen Verein Hütte Stuttgart e.V.
Willkommen beim Akademischen Verein Hütte Stuttgart e.V.

News des Wintersemesters 2016/17

 

Datum Veranstaltung

22.10.-

23.10.

Haus- und

Gartentag

30.10.

Brunch

05.-06.11.

Fotografieseminar

10.11.

Akademischer Abend

02.12.

Hütteabend

03.12.

Winterball

15.12.

Filmabend

22.12. Aktivenabend

02.01.-

10.01

Ausfahrt

25.01.

Hüttegeschichte-Abend

30.01.

3. Nachhaltigkeits-

slam

Haus- und Gartentag

Am Wochenende vom 22.10 und 23.10.2017 wurde wieder fleißig aufgeräumt und geputzt was das Zeug hält. Durch das Vorziehen einzelner Aufgaben, die in kleinen Teams erledigt wurden, wurde der Aufwand am Wochenende minimiert. Dieses bewerte System wird wahrscheinlich auch am nächsten Haus- und Gartentag eingesetzt, da es so eine lockere Veranstaltung bleibt und der Spaß nicht verloren geht.

Leider konnte uns dieses Semester kein externer Aktiver unterstützen. Wir würden uns sehr freuen, wenn es das nächste Mal anders wäre und wir Unterstützung bekommen indem einige mitanpacken oder auch beispielsweise beim Mittagessen am Samstag zum Gartentag helfen. Damit ist uns schon viel geholfen, da sich so alle Hausbewohner auf die eigentliche Arbeit konzentrieren können und nicht einer zum Kochen abbestellt werden muss. Alle Hausbewohner würden sich sehr freuen, wenn am nächsten Haus- und Gartentag wieder einige von euch vorbeikommen, auch wenn es nur für zwei Stunden ist. Am Haus- & Gartentag gilt das Kredo: „Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude.“

Unsere Aufräumaktion wurde jedoch noch von den Renovierungsarbeiten eingeschränkt, die immer noch in vollem Gange sind. So konnte beispielsweise die Waschküche komplett außenvorgelassen werden, da diese rundumsaniert werden soll. Ich hoffe beim Haus- und Gartentag im Frühjahr, dem Sommersemester 2017, sind alle Umbaumaßnahmen abgeschlossen und die restlichen Baumaterialien verschwunden, damit das Hütte-Haus wieder richtig schick gemacht werden kann und der Alltag ohne Mörtel, Schutt und Lärm einkehrt.

 

Felix Theuring, XX!

Die verrückte Teeparty - Brunch

Alice im Wunderland – kaum ein Titel genießt solch ein Bekanntheitsgrad und entzückt seit 1865, Jung wie Alt. Doch was macht die Geschichte von Alice im Wunderland zu dem was sie ist? Nun, bei der verrückten Teeparty, eine der bekanntesten Szenen, könnten wir folgende Änderungen vornehmen:

Der verrückte Hutmacher erlangt seine Geistesschärfe zurück, der Grinsekatze vergeht das Lachen und generell ist jede Form von Paradoxa und Absurdität untersagt. Was man nun vorfindet ist eine traurige Szenerie, welche in der Spannungskurve selbst den grausten Alltag weit unterbietet – kurz, schrecklich gewöhnlich. Da die Hütte nun alles andere als gewöhnlich ist, würde es kaum ein besseres Motto für einen Brunch geben als das der originalen verrückten Teeparty aus Alice im Wunderland.

Wie nun bei einer verrückten Teeparty üblich, bestand das Teeservice aus unterschiedlichsten Manufakturen mit jeder erdenklichen Form und Farbe, untermalt mit Hinterlassenschaften eines womöglich verrückten Hutmachers, garniert mit feinstem Silber-Bric-à-Brac.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Natalja und Frau Cole für die Organisation und Bereitstellung der essentiellen Gegenstände für eine authentisch verrückte Teeparty!

Passend zu der visuellen Stimuli konnte aus eine Mannigfaltigkeit von Speisen gewählt werden und, um dem Motto gerecht zu werden, gesellte sich nicht selten eine Weißwurst zu einer köstlichen Süßspeise. Schwarztee schlürfend und mit einer großen Partygesellschaft, lies sich nun einen gebührenden Semesterbeginn zelebrieren, im Falle unserer Neuzugänge Julia Horn und Rosaline Ehrlich sogar den Studienbeginn. Selbst für ein Gläschen Sekt gab es Anlass, den die nun frisch gebackenen Architekten Franziska Kress und Maximilian Helbig glänzten mit hervorragenden Noten bei ihren Masterarbeiten. Die Atmosphäre des neu renovierten großen Saals wurde zudem von Rolf Binder mit einer Erzählung der stetigen Weiterentwicklung der Hütte untermalt.  

An dieser Stelle bedanken wir uns für das zahlreiche Erscheinen und wir freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn die Aktivitas zum Brunch lädt.

 

Stefan Gutowsky

Fotografieseminar

Fotografien – seit diese Abbildungstechnik erfunden wurde, übt sie eine Faszination auf die Menschen aus und ist aus dem heutigen Zeitalter nicht mehr weg zu denken. Auch für die Dokumentation der Zeitgeschehnisse in der Hütte haben Fotografien eine tragende Rolle eingenommen. Man nimmt sie jedoch für selbstverständlich, ohne sich noch groß mit der Entstehungsweise und eigentlichen Technik zu befassen. Um tolle Fotografien zu machen, die es lohnt auf zu heben, reicht es eben nicht aus einfach auf den Auslöser zu drücken, wobei genau das im Zeitalter der digitalen Fotografie Usus ist. Es war nie einfacher eine Reihe von Fotos von einer bestimmten Szenerie zu machen, von denen dann mehr als die Hälfte als digitaler Müll endet und nur eine brauchbare Aufnahme zurück bleibt. Auf diese Weise häufen sich Berge an Datenmengen an, die als nie mehr angeschaute Fotos auf einer Festplatte dahinvegetieren.

Um den Hüttefotos dieses Schicksal zu ersparen, wurde das Fotografieseminar ins Leben gerufen, das sich über zwei Wochenenden erstreckte. Den Anfang machte Simon Goldschmidt, der uns die genaue Funktionsweise der digitalen Fotografie näher brachte. Die Erläuterungen wurden dann von Steffen Merseburg, aus den Reihen der Aktivitas, vertieft, indem er uns die analoge Fotografie erklärte. Nachdem wir vieles über Belichtungszeit, Brennwerte, Filmkörnung, Iso-Werte und Objektive sowie den richtigen Bildausschnitt gelernt hatten, ging es an die praktische Anwendung. Bewaffnet mit analogen Kameras, einige davon wurden uns netterweise von Konrad Fröhlich überlassen, zog die Aktivitas los Richtung Killesbergpark, um die ersten Gehversuche mit der analogen Fotografie zu machen. Zunächst ungewohnt war es für die meisten, dass eben nicht das Bild unmittelbar nach der Aufnahme in einem kleinen Bildschirm überprüft werden konnte und, dass man sich im Vorhinein gut überlegt, was man auf dem Film verewigen möchte. Nach (mehr oder weniger) erfolgreich geschossenen Fotos kehrten wir auf die Hütte zurück, um die Schwarz-Weiß-Aufnahmen auch direkt zu entwickeln. Dafür leitete Steffen uns sachkundig an und wir durchliefen geduldig mit ihm die einzelnen Schritte vom Entwickeln des Films bis hin zu den einzeln ausgewählten Abzügen der Aufnahmen. Nach vielen dunkle Minuten und Bäder in unserer neu hergerichteten Dunkelkammer, bewunderten wir die Ergebnisse des ersten Teils des Seminars.

Das zweite Wochenende drehte sich dann komplett um die digitale Fotografie, sowie die Bildbearbeitung. Wir luden den Fotografen Friedemann Hertrampf ein, der mit uns an dem perfekten Bild arbeitete. Im Anschluss ging es in die letzte Phase, die Bildbearbeitung. Dafür hat uns Maximilian Helbig, ebenfalls aus den Reihen der Aktivitas, die Arbeit mit Photoshop näher gebracht und uns durch verschiedene Übungen die facettenreichen Möglichkeiten des Programmes gezeigt. Wir danken allen Beteiligten und Lehrenden für ein überaus spannendes Fotografieseminar!

 

Jana Merseburg

Akademischer Abend -  Food Sharing

11.000.000 (Schätzung der Verbraucherzentrale) Tonnen Lebensmittel werden Jahr für Jahr allein in Deutschland weggeschmissen. Dieser Fakt beschäftigt viele Foodsharer wie Bundesschwester Anja, sie ist in Hamburg aktive Foodsharerin.

 

2011 kam der Dokumentarfilm „Taste the Waste“  von Valentin Thurn in die Kinos und brachte Lebensmittelverschwendung ins Bewusstsein und Gewissen einer breiten Öffentlichkeit. Als Verbraucher bekommt man normalerweise von der Verschwendung in der Lebensmittelindustrie nicht viel mit. Man entsorgt zwar auch öfter Lebensmittel, aber meistens weil sie nicht mehr genießbar sind. Im Supermarkt ist es anders, Lebensmittel deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist, oder die nicht mehr subjektiv frisch aussehen, dürfen nicht verkauft werden, obwohl sie fast immer noch gut sind. Diese Schutzmaßnahme führt dazu, dass viele Lebensmittel von Supermärkten entsorgt werden müssen. Bäckereien müssen den ganzen Tag ein breites Angebot für die Kunden bieten. Das, was sie nicht verkaufen, wandert in die Tonne. „50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht.“ (-“Taste the Waste“)

Um mehr Verantwortung im Umgang mit Lebensmitteln zu fördern und der Wegwerfgesellschaft entgegen zu wirken, wurde der Verein Foodsharing e.V. gegründet. Die Mitglieder dieses Vereins retten essbare Lebensmittel vor dem Müll. Foodsharer machen es sich zur Aufgabe diese Lebensmittel einzusammeln und zu verteilen. An Bedürftige, an Freunde, Bekannte oder öffentliche Kühlschränke. Natürlich kann man auch privat Lebensmittel anbieten und verteilen, wenn man sie selbst nicht mehr isst.

Viele Foodsharer müssen kein Geld mehr für Essen ausgeben und leben komplett vom Foodsharing, nicht weil sie kein Geld haben, sondern aus Überzeugung.

Einige Supermärkte kooperieren und geben die Lebensmittel direkt ab, viele Supermärkte kooperieren aber leider nicht und den Foodsharen bleibt nur das „Containern“. Beim Containern werden bereits weggeschmissene Lebensmittel wieder aus den Müll-Containern geholt und gerettet.

Das haben wir mit Anja gleich auch mal am Abend vor dem akademischen Abend ausprobiert. Dies ist in Stuttgart manchmal gar nicht so einfach, da die Mülltonnen durch hohe Zäune geschützt sind. In Degerloch wurden wir dann bei einem Edeka fündig. Wir konnten 4-5 Rucksäcke randvoll mit Lebensmittel packen, die allesamt noch essbar waren. Wir waren alle sehr erstaunt und entsetzt über den exzellenten Zustand der Lebensmittel in der Tonne. Diese Lebensmittel haben die ganze Aktivitas satt bekommen und reichten noch als Snack am Akademischen Abend.

 

Die konkreten Zahlen und der Irrsinn im Umgang mit Lebensmitteln lässt einen auch stark über das eigene Verhalten nachdenken. Wie viel brauche ich? Schmeiße ich den ganzen Apfel weg, wenn er eine kleine braune Stelle hat? Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen lohnt sich und wir danken Anja, dass sie uns in ihrem Vortrag einen kritischen Umgang mit dem Verbrauch und Gebrauch von Lebensmitteln nahe gebracht hat. Für mehr Infos besucht www.foodsharing.de und seht euch den Film „Taste the Waste“ an.

 

Steffen Merseburg

Hütteabend

Am 2. Dezember, fand wie jedes Semester, am Freitag vor dem Winterball, der Hütteabend statt. Nach einer Begrüßung durch Rosalie X! wurde das Bierfass angezapft und der Abend konnte mit Trank und Gesang beginnen. Zur allgemeinen Freude hatte sich auch dieses Semester Katja Obri bereit erklärt die Bierorgel zu spielen und damit den Gesang in melodische Bahnen zu lenken. Ein großes Dankeschön wurde Peter Voell und Manuel  Grujber für ihr enormes Engagement bei der Organisation und Betreuung der Renovierungsarbeiten ausgesprochen. Der Höhepunkt des Abends war der Impulsvortrag von Stefan Gutowsky zum Thema "Neuronale Netz". Stefan hatte sich im Rahmen seines Studiums mit diesem Thema befasst und konnte interessante Einblicke in die aktuellen Entwicklungen in der Forschung zur künstlichen Intelligenz bieten. Auf Grund allgemeinen Interesses an dem Thema hat Stefan einen separaten Artikel zu "Neuronalen Netzen" verfasst, auf den ich an dieser Stelle verweisen möchte. Dieses Thema bot viel Stoff für Diskussion und es entstand ein lebhafter Diskurs, der erst durch den aufkommenden Hunger auf den "Stahlschen Käs" unterbrochen wurde. Auch diesen Winter hat die Familie Stahl den Käse gespendet und wir bedanken uns herzlich.
Die Aktivitas hatte große Freude an der Gelegenheit sich mit Hohen Damen und Alten Herren auszutauschen. Wir laden herzlich dazu ein, Vorschläge für Themen der Impulsvorträge beizutragen. Es ist eine schöne Möglichkeit, ein Thema, welches einen persönlich interessiert, in einer entspannten Runde zu diskutieren und dabei nicht nur anderen interessante Fragestellung nahezubringen, sondern vielleicht auch selbst durch den Austausch neue Perspektiven zu gewinnen.

 

Natalja Licht

Hula-Tanz in den - Winterball

Palmenblätter, Blütenkränze und Piña Colada: Aloha zum sommerlichsten Winterball, den die Hütte je gesehen hat!

 

Zu diesem besonderen Motto hat sich die Aktivitas der Hütte natürlich viel Mühe gegeben. So staunten alle Gäste, als sie bei der Ankunft auf dem Hüttehaus hawaiianische Musik hören und exotisches Essen genießen konnten.

Nach den gut ausgenutzten Tanzrunden begab sich die Aktivitas während der Mimik auf ein Schiff: Da niemand von ihnen segeln gelernt hatte, treiben sie ab vom Kurs und landen auf einer einsamen Insel. Dort wird sogleich damit begonnen eine Struktur aufzubauen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Der Getränkewart sucht Wasser, der Hauswart baut eine Unterkunft und der Medienwart versucht Kontakt zur Außenwelt herzustellen, indem er ein großes SOS mit Steinen in den Sand legt. Die anderen begegnen einem alten Herrn, der schon lange auf der Insel gelebt hat Er gibt ihnen wertvolle Tipps in Form von Flaschenpost, die jedoch nicht gelesen werden. Hätten die Aktiven das getan, hätten sie mitbekommen, dass am anderen Ende der Insel ein 5-Sterne-Hotel auf sie wartete. Was solls: Sie sammeln wertvolle Erfahrungen, lernen zu überleben und erleben ein Abenteuer. Und zum Schluss finden sie natürlich das Hotel und begehen mit dem alten Herrn den Abend mit Cocktails an der Bar. 

Genau das tat die Aktivitas und die Altherrenschaft zu Weihnachtslieder gespielt von der Familie Cole nach der Mimik auch tatsächlich. Ein gelungener Abend!

 

Rosalie Schneegaß X!

Filmeabend-‘Into the wild‘

In diesem Semester kamen wir zu einem Entschluss: Die Hütte wird sich auf eine Erkundungsreise begeben. In unseren Vorstellungen ragten schneebedeckte Berge aus dem dichten Dschungel hervor, ein Ensemble von bunten Vögel zwitscherte uns heitere Lieder und die Bäume trugen saftige, süße Früchte.

Um die Glut unserer Abenteuerlust nicht erlischen zulassen, sollte der Film ‚Into the wild‘  uns mit dem  Gefühl der radikalen Freiheit, die auf so einer Abenteuerreise entsteht, einbalsamieren.

In dem Film sehnt sich der Hauptcharakter Christopher McCandles, der sich später in Alexander Supertramp umbenennt, nach einem Aussteigerleben frei von den Zwängen der modernen Zivilisation. Gleich nach seinem Studium verlässt er das wohlbehütete Elternhaus, kauft sich eine alte Klapperkiste und reist mit einigen Büchern und Schlafsack ausgerüstet durch Amerika.

Alexander lässt dem Zuschauer dieses bereits angesprochene Gefühl der absoluten Freiheit spüren.

Er ist losgelöst von den Sorgen, die großes materielles Besitztum mit sich bringt, wie die Angst vor dem Verlust dieser oder dessen Pflege. Er ist befreit von den gesellschaftlichen Pflichten und Erwartungen wie eine Arbeit zu haben oder ein adrettes Äußeres zu haben. Er hat  auch seine

soziale Verantwortung aufgegeben, denn er hat den Kontakt zu seiner Familien abgebrochen.

Man sieht den größten Teil des Filmes wie Mr.Supertramp seine Freiheit auskostet. Er rudert ohne Genehmigung  den Colorado River entlang bis nach Mexiko, arbeitet als Erntehelfer auf einer Farm, und lebt zeitweise in einer Hippiegemeinschaft.

Letztendlich ist sein Ziel ein abgeschiedenes, bescheidenes Leben in der Wildniss von Alaska. Dort verbringt er die letzte Etappe seiner Reise.

Der Film hat uns auf einer vielfältigen Reise mitgenommen und in uns selbst die Lust nach einem solchen Abenteuer geweckt.

 

Pengfei Zhao

Aktiven-Abend: Escape-Game

Teamarbeit. Knifflige Rätsel. 60 Minuten Zeit. Und die Uhr tickt.
So kann man sich grob das Erlebnis bei einem Escape-Game teilzunehmen vorstellen. Aufgabe ist es innerhalb einer Stunde zahlreiche Rätsel in einem präparierten Raum im Team zu lösen und so ans Ziel des Spieles zu gelangen. Das Phänomen der Escape-Games kommt ursprünglich aus den USA und ist im vergangen Jahr auch nach Deutschland und Europa gekommen. Für uns als Aktivitas bot es ein neues und spannendes Erlebnis. Wir teilten uns in zwei fünfer Gruppen auf und bestritten zwei unterschiedliche Abenteuer.

 

Gruppe 1: Revoloción Olé!
Das Setting befindet sich in Lateinamerika. In einem Land in dem ein Diktator herrscht. Unsere Aufgabe ist es einen Putsch zu wagen und den Diktator stürzen. Dafür müssen wir so viel wie möglich über die Parlamentsmitglieder herausfinden, um sie auf unsere Seite zu bekommen. Wir steigen in das Büro des Diktators ein und wissen, dass er in 60 Minuten wieder da sein wird. Die Zeit rennt und wir durchwühlen alle möglichen Unterlagen, in Regalen, in Schreibtischen oder versteckt hinter Wänden und unter Teppichen. Diese Informationen müssen wir nun geschickt kombinieren und uns so positionieren, dass sich die Parlamentsmitglieder hinter uns stellen. Ob uns das so einfach gelingt?

 

Gruppe 2: Blutrausch
Wir sind eine Gruppe von Mordermittlern aus dem Raum Stuttgart. In der Vergangenheit konnten wir eine Parallele zwischen fünf ungelösten Mordfällen finden. Eines Tages bekommen wir einen anonymen Anruf. Alles, was der mysteriöse Anrufer sagt ist „Michael von Grafenstein“. Wir machen diesen Herrn Grafenstein ausfindig, observieren ihn und finden heraus, wann er seine Wohnung verlässt. Genau in diesem Zeitraum von nur 60 Minuten müssen wir in seiner Wohnung Beweise finden, die ihn mit den ungelösten Morden in Verbindung bringen. Ein Traum wäre natürlich ein Geständnis zu finden, aber lässt schon ein Geständnis in der Wohnung herumliegen.

 

Elisa Weber

Ausfahrt nach Teneriffa

Das Jahr 2017 startet mit einer Entdeckungstour. Ziel war die geheimnisvolle Vulkaninsel Teneriffa.

Noch in der ersten Nacht des Jahres mit dem ersten Schneefall des Jahres fuhr die Aktivitas mit drei Autos zum Flughafen Weeze.

Die hochfrequent pfeifenden Triebwerke und die effektive Bordbeleuchtung störten dabei, den Schlaf nachzuholen. Doch der wunderschöne Sonnenaufgang über einem Meer aus Wolken ist dafür ein Hochgenuss für die Seele. Die Spannung steigt - und sinkt wieder - wegen Turbulenzen. Der Vulkankegel El Teide stand im Morgendunst der Insel. Schnell noch mal auf die Flugzeugtoilette. Gelandet.

Die warme Luft drang unter die Winterkleidung. Danke Golfstrom. Auf einen Linienbus zu warten war selten so angenehm. Auf dem Weg in den Norden der Insel fuhren wir durch eine trockene Kakteenlandschaft. Gegen Nachmittag kamen wir im deutlich grüneren Norden der Insel an. Von da an kann man die öffentlichen Verkehrsmittel der Insel nicht weiter empfehlen. Selbst unser Spanisch-Orakel Elisa hatte Schwierigkeiten, etwas aus den verwirrenden Gesten der Busfahrer zu deuten.

Drei von fünf Taxis fuhren uns direkt an unser Ziel, die anderen zwei ärgerten sich und werden sicher keine indirekten Vermittlungen von Restaurants mehr annehmen. Umgeben von grünen Hügeln und idyllischer spanischer Baukultur wurden wir in der Casa El sueño de Mama (Mamas Traum) in Empfang genommen. Im Garten gab es einen wunderschönen Orangenbaum. Zu aufgeregt zum Schälen bissen einige direkt in die saure Frucht. Doch es gab aber auch reife Orangen.

Nochmal muss man sich wundern weil man nachts mit kurzen Hosen und Hemd auf dem Balkon steht, die Sonne später als erwartet untergeht oder der Halbmond wie eine Schale auf dem Horizont sitzt.

Die Woche war durchgeplant. Wir waren auf Tauchkurs im Atlantik und haben die Meeresbewohner gesehen oder hatten die Gelegenheit die schwarzen Sandstrände zu besuchen. Überall war die Natur voll im Gange: leuchtende Blüten, fleißige Insekten, pralle Früchte.

Der 3718 Meter hohe, schlummernde Vulkan macht sich überall bemerkbar. Je nachdem wie nah man seiner Spitze kommt, kann man ihn sogar riechen. Für die letzten 200 Meter muss man sich, lange im Voraus für einen kostenpflichtigen Sicherheitslehrgang anmelden. Den Aufstieg schafft man mit richtigem Schuhwerk und Funktionskleidung recht gut. Wer Teleskop-Wanderstöcke dabei hat, macht man aber nichts falsch. Wenn nicht gerade eine Wolke an der Spitze kleben geblieben ist, kann man über die komplette Insel hinweg schauen, holt sich aber auch schnell einen Sonnenbrand.

Um die Insel richtig zu erkunden sollte man sich ein Mietauto oder ein Motorrad ausleihen. Durch die wild strukturierte Topografie existieren unterschiedliche Mikroklima. Es empfiehlt sich nach dem Zwiebelsystem zu kleiden.

Das Nachtleben in Teneriffa bietet sehr viel. Ab 22 Uhr kommen die Menschen auf die Straße und tanzen sich die Sorgen vom Leib. Das ist auch eine gute Gelegenheit ein bisschen Spanisch zu testen, die Sanguinische Natur wartet nicht sondern quasselt sofort drauf los. Wer nicht aufpasst, wird ganz schnell der unfreiwillige Wächter von einem Berg Pelzmäntel und Handtaschen oder bestellt Taxis, die man nicht braucht.

Ein kulturelles Highlight war die Feier zu den Heiligen drei Königen am 6. Januar. Die Städtchen bauen dafür ein beindruckendes Bühnenbild auf den Marktplatz. Reichlich besucht erzählt das Krippenspiel sehr aufwändig die Geschichte der Geburt Christi dem „niño rey“. Mit echten Eseln und Kamelen, fiesen Römern und halb nackten Engelchen. Das war selbst ohne Spanisch-Kenntnisse sehr unterhaltsam.

Die Casa El sueño de Mama und der Gastgeber Anzer waren in jeder Hinsicht ein Gewinn. Wir haben nicht nur ein tolles Haus, sondern auch sehr gute Tipps erhalten, die man als gut vorbereiteter Tourist verpasst hätte. Der Abschluss war eine Fahrt an die Südseite des Vulkans. Durch einen duftenden Kiefernwald, am Vulkan vorbei sah man außerirdische Steppenlandschaften. In Masca kann man sich noch an den dicht bewachsenen dunkelgrünen Schluchten erfreuen. An einem Kiosk hatte man den schönsten Ausblick. Die Verkäuferin schrie vor Freude spanische Gedichte, wenn sich einer nach dem anderen mit einem Fünfziger ein Eis kaufen wollte. Die sehr engen Serpentinen haben nicht nur den Autofahrern, sondern auch den Eisbäuchen der Mitfahrer jede Menge Spaß bereitet.

Am letzten Tag haben wir den Abend in einem Hostel in der Nähe des Flughafens sanft ausklingen lassen. Im Flug nach Hause haben wir uns seelisch und moralisch auf den Schnee und die kommenden Prüfungen eingestellt. In Deutschland angekommen haben uns die Familie Merseburg noch auf Berliner und Kaffee eingeladen.

Man kann darüber nachdenken eine zweite Hütte auf Teneriffa zu eröffnen. (Scherz)

 

Maximilian Helbig

Hüttegeschichte-Abend ... zu Gast bei den Bayers

Am Mittwoch, den 25.01.2017 fand der Hüttegeschichte-Abend bei Christoph und seiner Ehefrau Barbara statt. Die zwei Fahrer Felix und Stefan brachten uns unversehrt und dank Navi ohne größeren Umweg in den kleinen Teilort Waiblingens Hegnach, nordöstlich von Stuttgart.

Pünktlich und ausgestattet mit einem kleinen Gastgeschenk trafen wir um 19 Uhr bei den Bayers ein und wurden im kuschelig warmen Haus herzlich empfangen. Auf dem Weg ins Esszimmer begegneten uns reichlich faszinierende Kunstwerke, die eine außergewöhnliche Atmosphäre schufen. Entgegen unserer Vermutung, die Bayers seien Kunstsammler, stellte sich heraus, dass Barbara selbst die Künstlerin dieser Werke ist.

Nachdem es sich jeder auf seinem auserwählten Platz gemütlich gemacht hat, wurde mit einem feinen Wein angestoßen und die Gespräche nahmen ihren Lauf. Als jedoch kurz darauf die ersten Mägen zu knurren anfingen, tischten die Bayers ein überaus appetitliches 3-Gänge-Menü auf. Noch schnell geklärt in welcher Reihenfolge das Besteck zu benutzen ist und schon konnte der Gaumenschmauß beginnen: Als Vorspeise durften wir einen Rotebeete-Salat mit einer Meerrettich-Creme und Fisch genießen, die Hauptspeise bestand aus einem Nudel-Gemüse-Gratin und ein Himbeer-Tiramisu zum Schluss setzte dem Ganzen die Krone auf.

Die Gesprächsthemen gingen von aktuellen Themen bis hin zu Anekdoten aus dem Hütte-Alltag und Christoph plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen. So lässt sich eines sagen: heute wie damals geht es auf dem guten alten Hütte-Haus sympathisch chaotisch zu.

Gegen Ende des Abends erzählten Rosalie als X! und Christoph die wesentlichen Punkte der Hütte-Geschichte, was besonders für mich als neues Mitglied spannend war.

Der Abend verging durch die Gespräche und die herzliche Gastfreundschaft der Bayers wie im Flug, wofür wir uns hiermit nochmal vielmals bedanken wollen!

 

Rosaline Ehrlich

3. Nachhaltigkeitsslam

Ob La Ola-Wellen oder Planspiele – wer beim 3. Stuttgarter NachhaltigkeitsSlam im Publikum saß, dem bot sich vor allen Dingen eines: Abwechslung. Es wurde gelacht, diskutiert und Fragen zu hochkomplexen Themen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Wissenschaft gestellt. So bunt und unterschiedlich, wie die vertretenen Bereiche der Wissenschaft waren, so unterschiedlich war das Verständnis zum Thema des heutigen Abends: Nachhaltigkeit.
Während der Philosophiedoktorand Matthias Warkus Nachhaltigkeit über das Ausbleiben von Veränderungen definierte, und Daniel Bartschat über das Erlernen von nachhaltigem Denken und Hadeln junger Studenten anhand von Planspielen und Murmelbahnen referierte, stellte der BWLer Johannes Nickel einen völlig anderen Ansatz von Nachhaltigkeit vor: die unternehmerische Nachhaltigkeit. Ziel seines Forschungsprojektes ist es, das ideale Gleichgewicht zwischen Effizienz und Resilienz – der Nachhaltigkeit und Widerstandfähigkeit von Unternehmen in wirtschaftlichen Krisensituationen – zu finden und praxisnah eine Unternehmensstrategie für diesen Kompromiss zu erarbeiten.
Hannah Helmke beschäftigte sich ebenfalls mit dem Thema Nachhaltigkeit in Hinblick auf Unternehmen, allerdings mit einem deutlich unterschiedlichen Verständnis des Nachhaltigkeitsbegriffs. Ihr Forschungsprojektes hat zum Ziel, eine Unternehmensstrategie zu entwickeln, die es jungen, grünen Unternehmen erlaubt, nicht nur selbst die Anforderungen für das 2-Grad-Ziel der UN-Klimakonferenz zu erfüllen, sondern auch ihren Kundenunternehmen bei eben dieser Aufgabe unterstützend und kompensierend unter die Arme zu greifen.
Jessica Starke, die Geologin, versteht unser Leben als das nachhaltigste und wertvollste Gut, das wir haben. Daher erklärte sie mit Hilfe von La Ola-Wellen und anderen Bewegungen des Publikums anschaulich, wie verschiedenen Erdbebenwellen funktionieren und wie man sich dabei zu verhalten habe.
Ebenfalls eher im Rahmen der grünen Nachhaltigkeit referierte Eduard Heindl auf unterhaltsame Weise am Beispiel von Kuckucksuhren über die Möglichkeit der Energiespeicherung in Pumpspeicherwerken. Nachhaltig daran sei nicht nur der platzarme unterirdische Bau und die Möglichkeit, selbst in der Ebene Energie in rauen Mengen speichern zu können – auch die dazu benötigten Rohstoffe betreffen größtenteils keine kritischen Ressourcen – in erster Linie benötigt man dazu nämlich Wasser und Stein. Die Gummidichtung, die dazu noch benötigt würde, halte ebenso wie das Wasser, das in den geschlossenen Speichern nicht verdunsten kann, nahezu ewig.
Als unangefochtener Sieger des Abends ging jedoch der Hohenheimer Student Johannes Freihart hervor. Auf bestechend unterhaltsame Art und Weise brachte er dem Publikum seine Forschungsarbeit an den Blättern der Maniokpflanze nahe. Dabei versucht er, die in den hochgiftigen Blättern enthaltene, große Menge an Proteinen herauszulösen – somit könnten fortan nicht nur die kohlehydratreichen Wurzelknollen des weltweit viertwichtigsten Nahrungsmittels, sondern die gesamte Pflanze nachhaltig verwertet werden. Dies gestaltet sich allerdings deutlich schwieriger, als zuerst geahnt. Die Proteine scheinen sich nämlich, entgegen anfänglicher Vermutungen, nicht im Saft der gepressten Blätter, sondern im Rückstand, dem sogenannten Presskuchen, zu befinden.
Dies alles und vieles mehr brachte der junge Mann dem Publikum auf sympathisch-komische Art bei – was das Publikum mit viel Gelächter, tosendem Applaus und einem deutlichen Abstimmungssieg für Johannes quittierte.

Nach diesem ausgesprochen gelungenen Anlass bot sich für das Publikum noch die Möglichkeit, in gemütlicher Runde bei Häppchen und Getränken sowohl miteinander als auch mit den Slammern, Helfern und Organisatoren zu diskutieren, Fragen zu stellen oder locker zu plaudern.

 

Julia Horn

Kontakt

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Eduard-Pfeiffer-Str. 69
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